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Fahima Abdul Hussein

Fahima Abdul Hussein

Im Jahre 2007 kam 
Fahima, damals 5 Jahre alt, aus einem Dorf aus dem Norden Afghanistans zu placet nach Berlin. Sechs Monate zuvor erlitt sie bei einem Feuer im Elternhauses schwere Verbrennungen von ca. 60 % ihrer Körperoberfläche mit der Folge großflächiger, entstellender und stark funktionsbehindernder Narben am ganzen Körper und offenen infizierten Wunden am rechten Arm und am rechten Bein.
 Beide Knie- und Hüftgelenke waren durch die Narben so verkrümmt, daß Fahima weder stehen noch laufen konnte. Desgleichen waren der rechte Arm und die rechte Hand nicht funktionsfähig. Das Gesicht war flächig vernarbt.

Nach vielen Operationen  2007, intensiver Pflege, aufwendiger Krankengymnastik und zahllosen Gesprächen mit allen an der Heilung Beteiligten konnte Fahima mit Hilfe von Spezialschienen bis zu 20 Schritte allein gehen.

Seit dem 4. April 2008 ist Fahima in einem Stift für Kinder in Berlin. Dort erholt sie sich, hat Unterricht, Krankengymnastik und lernt, sich in ein soziales Gefüge zu integrieren

Im Juli 2008 mußte Fahima erneut im Klinikum Westend operiert werden, um die Kontraktur des rechten Ellbogens zu beseitigen.

Seit 2009 ist Fahima noch krankengymnastischer Behandlung. Ihr wurde ein Fixateur extern an das rechte Handgelenk angelegt, um langsam die dortige Kontraktur aufzudehnen.

2013 wurde Fahima nach langer Zeit wieder operiert. Die Finger und der Daumen der rechten Hand waren kaum funktionsfähig. Nach ihrer erfolgreichen Hand-OP werden die Finger durch regelmäßige Physiotherapie mobilisiert.

Während ihrer Aufenthalte auf der Kinderstation im Klinikum Westend wurde sie immer liebevoll und engagiert von den Schwestern betreut.

Inzwischen kann Fahima laufen, rennen und ist in der sechsten Klasse. Sie ist die integrierende Kraft in ihrer Schule und ihrem Wohnheim, ihre soziale Kompetenz wird hoch geschätzt.

Seit 2015 spielt sie Geige und bekommt Unterricht.

2016 ist sie ins Gymnasium gekommen.

Im Februar 2017 haben wir sie wieder untersucht. Die Funktion beider Hände wird durch Operationen verbessert, zudem die Streckfähigkeit beider Knie. Im Gesicht werden die Narben durch eine Behandlung weniger auffällig.